Ausbildung

Freiwillig in den Knast? Ja, aber nicht ohne Vorbereitung!

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Einsatzmöglichkeiten

Wer in den Haftanstalten und der Straffälligenhilfe ehrenamtlich für uns tätig werden möchte, muss einen Ausbildungskurs besuchen. Die Hamburger Justizvollzugsanstalten setzen das Abschlusszertifikat des Kurses voraus, um als EhrenamtlicheR Zugang zum Gefängnis zu erhalten.

Die Ausbildung umfasst mindestens 72 Stunden, mit 13 Schulungsveranstaltungen, 7 Besuchen in den Hamburger Justizvollzugsanstalten sowie mindestens ein Wochenendseminare zur Reflektion der ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Der Kurs hat die Themenschwerpunkte:

  • Informationen über das Strafjustizsystem, den Strafvollzug und die Straffälligenhilfe in Hamburg
  • die Lebenswege straffälliger Menschen verstehen
  • Reflektion der eigenen Haltung und Ansprüche an das Ehrenamt

Die Vorbereitungskurse laufen immer von Februar bis Mai.

Den Kursplan für 2020 können Sie sich zu Ihrer Information hier herunter laden:

VBK-Plan 2020 (115.5 KiB)

Voraussetzungen für ein Ehrenamt in der Straffälligenhilfe:

  • Alter ab 25 Jahre.
  • Hohe Frustrationstoleranz, Reflektion der eigenen Person und persönliche Stabilität.
  • Tagesfreizeit, da fast alle Angebote in und außerhalb der Haftanstalten während der Tagesfreizeit der Inhaftierten stattfinden – zwischen ca. 16.00 – 18.00. Abends oder am Wochenende sind Angebote nicht möglich.
    • Wieviel Zeit Sie insgesamt mitbringen müssen, hängt ganz davon ab, was Sie machen möchten. Uns ist es jedoch wichtig, dass zugesagte Termine stattfinden.
  • Knast ist Männersache, zumindest seitens der Inhaftierten. 95% der Gefangenen sind männlich – wir freuen uns besonders über Männer, die ehrenamtlich tätig werden wollen!
  • Motivation zum längerfristigen Engagement.
  • Bereitschaft, kooperativ mit den Hamburger Justizvollzugsanstalten  zusammenzuarbeiten und sich ihren Regularien anzupassen.
  • Lust auf die verantwortungsvolle Aufgabe, an der (Re-)Sozialisierung straffälliger Menschen mitzuwirken und die Biografien und Motivationen auch schwierigster straffälliger Menschen zu verstehen, ohne zu verurteilen.

Klären Sie im persönlichen Vorgespräch, ob ein Ehrenamt in der Straffälligenhilfe das Richtige für Sie ist!

Der Fürsorgeverein bildet auch Ehrenamtliche für andere Träger aus u.a. Wendepunkt e.V., YuMiG e.v. und andere.

Interesse? Wir freuen uns auf Sie!

Alle Anfragen, nähere Informationen oder für ein Vorstellungsgespräch an:

Bärbel Hüttmann
Tel.: (040) 300 33 75 – 22
E-Mail: baerbel.huettmann@hamburger-fuersorgeverein.de