Im Rahmen der AktionstageGefängnis 2020 war ein Poetry Slam in Hamburg geplant, der leider nicht live stattfinden konnte. Daher sind die Beiträge nun online anzuhören.

Das erste Video ist von Helen Seidenfeder. Im Text „Kein Mittel gegen Liebe“ geht es um die Frage, was es mit Liebe macht, wenn jemand aus der Familie eine schlimme Straftat begeht.

Der Text will für die Situation von Angehörigen sensibilisieren und den Konflikt offenlegen, der auch gesellschaftlich vorhanden scheint, nämlich den: Wann „verdient“ ein Mensch keine Zuwendung/Liebe mehr oder auch: Ist Liebe etwas, das man als Mensch sich verdienen muss?

Achtung: Der Text ist nicht normativ zu verstehen. Jeder Elternteil muss und darf für sich selbst entscheiden, wie er mit solchen Situationen/ Ereignissen umgehen will und kann. Der Text ist nur ein Beispiel für einen Umgang mit der Situation und angelehnt an Erfahrungsäußerungen aus Berichten von Betroffenen.

Helen Seidenfeder ist eine Poetry Slammerin aus Hamburg. Seit 2019 tritt sie regelmäßig in Hamburg und Umgebung auf. Sie spricht über gesellschaftliche Themen, problematisiert in ihren lyrischen Texten bestehnde Verhätnisse und Missstände, schreibt aber auch über Erlebtes und Gefühltes, etwa über Trauer, Liebe, Ängste und die Suche nach Glück.

Video: https://www.facebook.com/111519897412727/videos/159166322613896